Räumung Heidebogen: Sicherheit aller Beteiligten muss gewährleistet sein

Zur stattfindenden Räumung des Heidebogens inklusive des Protestcamps „Heibo“ und der geplanten Ausweitung des Kiestagebaus Würschnitz erklärt Bernhard Herrmann, sächsischer Bundestagsabgeordneter von Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz und Energie:

„Die Proteste rund um den Heibo zeigen wieder eindrücklich, dass junge Menschen einfordern, dass wir Verantwortung für unseren Planeten und ihre Zukunft übernehmen. Die Sicherheit aller Beteiligten darf dabei aber nicht aufs Spiel gesetzt werden. Ich hoffe, dass sowohl die Einsatzkräfte von Polizei und Höhenrettung, aber auch die Demonstrierenden besonnen handeln und es zu keinerlei Verletzungen kommt.

Um solche Auseinandersetzungen in Zukunft zu vermeiden, sollten wir uns die Forderungen der Protestierenden anhören, denn diese sind alles andere als radikal. Sie zielen darauf ab, wie wir mit den Ressourcen unserer Welt umgehen. Im Koalitionsvertrag haben wir eine Modernisierung des Bundesbergrechts vorgesehen. Im Zentrum muss künftig das Recycling auch von Baumaterialien stehen, um so Rohstoffverbrauch deutlich zu senken und damit auch unnötige Eingriffe in die Natur zu verhindern.

Auch sollten wir uns stärker der Frage widmen, wofür wir knappe Ressourcen einsetzen. Der Ausbau von Straßen fordert Tonne um Tonne Kies und Sand. Auch bei Gebäuden sind massive Materialeinsparungen möglich. Anstelle von Abriss und Neubau kann die Sanierung von Bestandsgebäuden treten oder durch die verstärkte Verwendung nachhaltiger Baumaterialien wie Holz statt Beton. All das zusammen bringt uns bei Natur- und Klimaschutz große Schritte voran.“

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