Zu Besuch bei SRW Metalfloat GmbH

Heute war ich im Leipziger Land unterwegs, um die Firma Scholz Recycling, genauer deren Tochterunternehmen die SRW Metalfloat GmbH, zu besuchen. Das Unternehmen ist eines der modernsten Recyclingunternehmen in Deutschland. Mit 320 Mitarbeitenden werden am Standort Schrottabfälle und alte PKW-Karossen zerlegt und getrennt, um Recycling-Rohstoffe  für die weitergehende stoffliche Verwertung zu gewinnen. Am Erfolg der Firma zeigt sich, welches Potential die Kreislaufwirtschaft für uns hat. Insbesondere in Zeiten von knappen Ressourcen ist es wichtig und wirtschaftlich, Wertstoffe wieder zu verwenden.

Derzeit liegt der Fokus des Unternehmens darauf, optimierte Recyclingtechnologien für die Verwertung von Elektrofahrzeugen zu entwickeln. Eine Herausforderung bei diesen Fahrzeugen sind neben den Batterien die immer häufiger im Automobilbau eingesetzten Kohlefaserverstärkten-Kunststoffe.

Neben dem fortschrittlichen Technologieeinsatz zur Optimierung des Recycling-Grades setzt die Firma auf erneuerbaren Strom zur Deckung ihres hohen Energieverbrauchs. Dazu wurde auf einer Brachfläche ohne höherwertige Nutzungsmöglichkeiten eine PV-Anlage mit 1,6 MW-Peak errichtet. Leider darf die Anlage an Wochenenden, wenn im Unternehmen nicht gearbeitet wird, den erzeugten Strom nicht ins öffentliche Netz zur Versorgung der benachbarten Unternehmen einspeisen. Die Anlage wird stattdessen an den Wochenenden vom Netz getrennt. Damit bleiben jedes Jahr 400.000 kWh Strom ungenutzt.

Ich setze mich in Berlin dafür ein, dass Hürden abgebaut werden, um nun wirklich jede Kilowattstunde erneuerbaren Strom ins Netz zu bringen.

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